Pressemitteilung über die Äußerung von US-Präsident Joe Biden

Die Äußerung von US-Präsident Joe Biden, dass er die Ereignisse von 1915 als „Völkermord an den Armeniern“ anerkennt, ist eine unglückliche Aussage, die keine Rechtsgrundlage besitzt. Diese Behauptungen, die nicht mit den historischen Realitäten übereinstimmen und nur aufgrund politischer Intentionen verwendet werden, haben weder eine wissenschaftliche noch rechtliche Grundlage.

Es gibt keine Grundlage und keinerlei Voraussetzungen dafür, die Ereignisse von 1915 mit dem im Völkerrecht definierten Begriff des Völkermords gleichzusetzen. Diese missliche Aussage ist ein politischer Schritt, um anti-türkischen Kreisen zu gefallen. Es ist nicht hinnehmbar, dass solche haltlosen Aussagen, die türkische Gesellschaft ins Visier nehmen, als Instrument antitürkischer Stimmungsmache dienen und vor der internationalen Gemeinschaft als Propagandamittel gegen die Türkei verwendet werden.

Solche politisch motivierten Aussagen, die jeglicher Objektivität und Wissenschaftlichkeit entbehren, erzeugen eine trennende Wirkung zwischen Gesellschaften. Die Aussagen von Joe Biden zu diesem Vorfall, dessen kontroverser Charakter ebenfalls vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte klar zum Ausdruck gebracht wurde, sind ein Versuch, die Geschichte zu verzerren. Darüber hinaus wurde der türkische Vorschlag aus dem Jahr 2005, die Ereignisse von 1915 von einer gemeinsamen Historikerkommission aus wissenschaftlicher Sicht aufzunehmen, zu untersuchen und zu klären, von armenischer Seite nicht akzeptiert.

Die Union Internationaler Demokraten (UID) stellt fest, dass diese regelwidrigen und manipulierten Diskurse als Druckinstrument gegen die türkische Gesellschaft eingesetzt werden, und fordert, dass diese Anschuldigungen so schnell wie möglich ein Ende finden.

Die europäischen Türken fordern eine faire Gegenüberstellung und Auseinandersetzung, die bei der Aufdeckung der historischen Realitäten nicht nur den Frieden und die Toleranz zwischen den türkischen und armenischen Völkern in den Mittelpunkt stellt, sondern auch eine gemeinsame Zukunftsvision für beide Völker entwirft.

Eine faire Untersuchung des historischen Prozesses wird auch die damaligen Massaker an den Türken ans Tageslicht bringen, die tiefe Wunden im Gedächtnis der türkischen Nation hinterlassen haben. Vor diesem Hintergrund ist die Aussage des US-Präsidenten, die alles andere als wissenschaftlich ist und darauf abzielt, die Geschichte zu verzerren, vergeblich und wertlos.

 

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